TC Harland IV – ESV Ober-Grafendorf III 1:8
Der ESV reiste mit einer starken Aufstellung nach Harland in dem Wissen, dass man mit einem hohen Sieg und vier Punkten den Aufstieg in die Kreisliga C fixieren konnte – und das aufgrund der großen Hitze bereits um 7:00 Uhr morgens!
Neumayr – Zehndorfer 2:6 3:6
Der ITN prophezeite ein ausgeglichenes Match zwischen dem jungen Harlander und dem heuer noch ungeschlagenen Zehndorfer. Letzterer bewies jedoch von Beginn an seine taktischen Stärken, erkannte rasch das gute Konterspiel des Harlanders und ließ sich folglich auf viele lange Grundlinienduelle ein – ein hervorragendes Konzept, das garniert mit ausgesuchten Netzangriffen, wenn der Gegner zu kurz wurde, einen deutlichen Gewinn des ersten Satzes einbrachte. Zu Beginn des zweiten Satzes ging Neumayr jedoch dann mit einer Serie an unglaublich präzisen Schlägen mit 2:0 in Führung, doch der Mannschaftsführer der Gäste zog sein Spiel konsequent durch und ließ niemals Zweifel über seinen nächsten Einzelsieg aufkommen.
Podhajsky A. – Schnabl 1:6 1:6
Da die Harlander nicht in Bestbesetzung antreten konnten, war Schnabl durchaus der deutliche Favorit in diesem Match – eine Rolle die ihm erstmal Unbehagen bereitete. Jedoch glich sein Spiel und Taktik in weiterer Folge dem von Zehndorfer auf dem Nebenplatz fast wie ein Ei dem anderen. Mit Geduld, Präzision und dem ein oder anderen Netzangriff dominierte er seinen Kontrahenten über das Spiel hinweg deutlich, auch wenn dieser durchaus vermochte seine Nadelstiche zu setzen. Doch die paar schönen Winner vermochten den Waldviertler nicht aus dessen Ruhe zu bringen, konsequent und trocken brachte er Game um Game nach Hause und stellte somit im Eiltempo und kräfteschonend auf 0:2 für den ESV!
Podhajsky L. – Goiser 6:1 6:1
Goiser, seines Zeichens weithin bekannt für seine morgendliche Aufgewecktheit und Regsamkeit, sah sich dem jüngeren Bruder von Schnabls Kontrahenten gegenüber. Dieser bewies allerdings, dass man auch zu solch Uhrzeiten konstantes und fehlerloses Tennis spielen kann. Goiser, der als Wahl-Harlander eigentlich den kürzesten Anreiseweg gehabt hatte, ließ sich davon jedoch nicht anstecken und zog seine Fehlerorgien unbeirrt durch. Als er Mitte des zweiten Satzes endlich halbwegs zum Leben zu erwachen begann, vermochte er leider seine zahlreichen Spiel- und Breakchancen nicht zu nutzen, wodurch ihm der Weg zum Comeback nicht mehr gelingen wollte.
Teltschik G. – Prinz F. 1:6 1:6
Der jüngere der beiden Thronfolger blieb auch in seinem fünften Auftritt im Einzel 2026 schadlos. Natürlich ging er diesmal als deutlicher Favorit ins Rennen, was er auf dem Platz zeigte war dennoch durchaus beeindruckend. Nicht nur ein Mal erntete er lobende Worte oder Applaus von seinem Harlander Kontrahenten, weil er ein ums andere Mal die Ballwechsel so geschickt aufbaute und abzuschließen vermochte. Die rasche Führung verlieh ihm noch mehr Sicherheit, und die beiden verlorenen Games waren in den letzten sechs Sätzen die einzigen, die er abgeben musste, derart dominierte er seine Matches zuletzt!
Riegler – Prinz D. 0:6 2:6
Der ältere Thronfolger hingegen musste bereits bei etwas höheren Temperaturen auf den Platz, was ihn zu beflügeln schien, das Spiel rasch zu Ende zu bringen. Zu konstant war das Grundlinienspiel des Frischvermählten, vor allem mit der Rückhand hetzte er den Harlander über den Platz. Nach dem deutlichen ersten Satz begann die stetig wachsende Hitze Einfluss zu nehmen und bei Prinz schlichen sich erste Fehler und Verschnaufpausen ein. Ab dem 2:3 fand er jedoch seine Stärken wieder und beendete ähnlich souverän wie im ersten Satz Match eindrucksvoll!
Reusser – Dürr M. 4:6 1:6
Dürr betrat den Platz mit wehenden Fahnen – allerdings nicht wie man meinen konnte mit der österreichischen Aufgrund des Aufstiegs bei der Fussball-WM! Aber Bewegung und ein wenig Schwitzen tut unter solchen Umständen mitunter ganz gut, und so fand der Jungspund mit der Zeit sowohl eine gewisse Schlagsicherheit als auch seine Sprache zurück… Sein 15-jähriges Gegenüber war mit einer durchaus druckvollen Vorhand ausgestattet, hatte aber besonders bei Aufschlag und Rückhand Probleme mit der Konstanz. In einem von Breaks gekennzeichneten Match holte Dürr das wichtige 4:6 und nahm den Aufwind bei steigenden Temperaturen und fallenden Promille in den zweiten Satz mit, den er letztlich eindeutig gewinnen konnte!
Durch das 1:5 in den Einzeln mussten nun noch zwei Doppelsiege für den Aufstieg her – aufgrund der von Goiser geäußerten heftigen Kritik an Eigenlob, soll der taktischen Brillanz bezüglich der Doppelaufstellung hier kein Platz eingeräumt werden…
Neumayr/Podhajsky L. – Zehndorfer/Dürr M. 0:6 4:6
Zehndorfer und Dürr, deren Promille sich inzwischen bei ersterem aufgrund des bierunterstützten Kampfes gegen die Hitze und bei letzterem aufgrund der einsetzenden Ausnüchterung etwa aneinander angeglichen hatten, sahen sich dem mit deutlichem Abstand stärksten Doppel der Heimischen gegenüber. In diesem Wissen gingen sie hochkonzentriert ans Werk und gewannen den ersten Satz in beeindruckender Manier. Zu Beginn von Satz zwei schlichen sich dann auf der einen Seite ein paar Fehler ein, auf der anderen Seite zeigten die Harlander ein paar Mal gekonnt auf. Mit drei starken Games in Serie ab dem 4:3 stellte das Duo aber noch den klaren Erfolg sicher, was Zehndorfer die perfekte Saison bescherte – 21 Siege in 21 Matches bei 42:1 Sätzen!
Podhajsky A./Teltschik G. – Goiser/Prinz F. 0:6 4:6
Sah man den beiden nebeneinander agierenden Doppeln zu, wähnte man sich einem Synchronschwimmwettbewerb – nicht nur aufgrund der im Vergleich zum Einzel grazilen Bewegungen Goisers, sondern auch, weil die Spielstände sich von Seitenwechsel zu Seitenwechsel exakt deckten. Nach einem dominanten ersten Satz schlichen sich bei den Gästen in entscheidenden Situationen ein paar Fehler ein, doch auch hier gelangen zum Abschluss drei starke Games, die zum zeitgleichen Handshake wie am Nebenplatz führten – was endgültig den Aufstieg des ESV sicherte!
Riegler/Reusser – Schnabl/Prinz D. 1:6 1:6
Das stark aufgestellte und daher klar favorisierte 3er Doppel der Ober-Grafendorfer absolvierte bei brütender Hitze das letzte und nicht mehr entscheidende Match. Während die Mannschaftskollegen bereits am Jubeln, Feiern und Essen waren, spielten die beiden ihre Begegnung sicher und unaufgeregt im Eiltempo zu Ende. Zu groß war der Klasseunterschied der beiden Doppel, als dass hier einen Zweifel über den Sieger hätte geben können – in beiden Sätzen sofort vorne wegspielend setzte das Duo einen glanzvollen Endpunkt unter diese erfolgreiche Saison!







