ESV Ober-Grafendoorf II – UTC Tulbing-Wilfersdorf I 4:5
Gestecktes Ziel gegen den Gegner war ein Sieg, mit dem der ESV die Chance auf den Aufstieg in die Kreisliga B wahren könnte. Den Bestechungsversuch der Gegner mit einer mitgebrachten Kiste Hopfenblütentee (als kleines Dankeschön für die, auf Wunsch von Tulbing, verschobene Partie) ignorierte man anfangs, und ging nach einer kurzen Motivationsansprache vom MF voller Tatendrang in die Spiele.
Heinrich Kain – Tulbing 1er 3:6 1:6
Der MF der Heimmannschaft traf auf einen knapp 10 Jahre jüngeren Gegner mit einer ITN von 5,0. Ein perfekter Start mit 8 gewonnen Punkten zur 2:0 Gameführung ließ bei Kain Hoffnung auf den ersten Sieg im Einzel dieses Jahr aufkommen, dann fing sich der Gegner allerdings und setzte immer mehr seine starke Rückhand ein. Bis zum 3:3 eine ausgeglichene Partie, dann wurde der Druck des Gegners aber zu stark. Kain fand kein Mittel gegen den, seine Vorhand immer umlaufenden Gegner, auf Netzangriffe von Kain folgten perfekte Passierbälle, und so ging nach knapp 90 Minuten das Spiel leider verloren.
Rainer Huber – Tulbing 2er 7:5 1:6 5:7
Huber bekam es mit einem jüngeren Spieler mit einer ITN von 5,2 zu tun. Top motiviert von seinem letzten Sieg vergangenen Sonntag gegen einen ähnlich starken Gegner, entwickelte sich ein wirklich hochklassiges Match mit unglaublich langen Ballwechseln. Beim Stand von 4:3 spielte man am 1er Platz bereits die zweite Hälfte des zweiten Satzes. Im zweiten Satz schlichen sich ein paar Vorhand- und Volleyfehler bei Huber ein, gleichzeitig wurde der Gegner immer stärker, der dritte Satz war an Dramatik kaum zu überbieten, mit einigen sehr knappen Bällen wurde das Spiel dann leider nach einer Spielzeit von knapp 2:45 verloren. Vielleicht lag es an der fehlenden Vorbereitung die Nacht davor, oder daran, dass keine einzige Bananenstaude ihr Leben lassen musste, aber trotz allem eine mehr als hochklassige Partie.
Christoph Pany – Tulbing 3er 6:3 6:4
Pany, wieder mit seiner besseren Hälfte als Motivationsstütze und Seelsorger, traf auf einen Gegner mit einer ITN von 5,8, was auf eine ausgeglichene Partie laut Papier schließen ließ. Aber nicht mit Pany, er erwischte einen Top Tag, spielte druckvolles Powertennis und glänzte auch wieder mit einer sehr guten Aufschlagleistung. Der zwischenzeitlich angereiste MF der 1er Mannschaft gab auch seine wertvollen Tipps ab, und so konnte der erste Punkt für Ober-Grafendorf eingefahren werden. Die Umwandlung vom schwarzen Zustand in das Goldstückchen wurde vollzogen, und so wird Pany, unter wohlwollenden Blicken seines MF, kommenden Sonntag wieder in der 1er aufschlagen.
Martin Moser – Tulbing 4er 6:7 6:1
Der erfahrene Moser traf ebenfalls auf einen Gegner mit einer ITN von 5,8. Die Taktik von Moser mit gefinkelten Winkelschlägen den Gegner laufen zu lassen, fruchteten aber am Anfang nur teilweise, der Gegner gab keinen Ball auf, und spielte selbst lange Bälle links und rechts. Nach kurzem Coaching stellte Moser auf alternativ Winkelbälle und scharfe beidhändige Vor- und Rückhandschläge um, welche dem Gegner keinen Rhythmus gaben, der erste Satz war dadurch sehr ausgeglichen, wurde aber leider knapp im Tiebreak verloren, im zweiten Satz war dann etwas die Luft draußen und der Gegner fast fehlerfrei.
Gabriel Huber – Tulbing 5er 6:4 7:5
Huber traf auf einen Gegner mit einer ITN von 6,3, aber teilweise hatte man das Gefühl ein Spiel in der 1er zu sehen. Beide spielten Top Tennis, der Gegner war mit unheimlich harten Vorhandschlägen ausgestattet, und spielt auch immer wieder gefühlvolle Volley und Stopp. Aber unser Youngster hielt jedes Mal dagegen und spielte seinerseits perfekte Rückhandschläge und Vorhandwinner. Kurze Verzweiflungsmomente zwischendurch konnten durch aufmunternde Kommentare von außen egalisiert werden, und so gewann Huber eine mehr als schwere Partie mit viel Selbstvertrauen und Können, Top.
Matthias Weingast – Tulbing 6er 6:7 6:1 7:6
Weingast bekam es mit einem jungen, großen Gegner mit einer ITN von 6,6 zu tun. Ein Gegner der Weingast überhaupt keinen Rhythmus gab, ein Spiel zwischen Genie und Wahnsinn, 50% der Aufschläge Ass oder Winner, 50% Doppelfehler, krachende Vorhand und Rückhandschläge, abwechselnd mit Bällen im Zaun. Weingast haderte auch teilweise mit seiner sonst so druckvollen Vorhand, und so ging der erste Satz knapp verloren. Im zweiten Satz stellte sich Weingast dann besser auf seinen Gegner ein, die Service wurden nur mehr geblockt, um ins Spiel zu kommen, und dann dem Gegner die Chance zu geben einen Fehler zu machen. Im dritten dann wieder ein anderes Bild, der Gegner stellte sein Spiel komplett um und spielte den Ball nur mehr ins Feld, nach mehr als 2,5 Stunden Spielzeit, und einem Tiebreak mit globaler Herzinfarktgefahr für alle Zuseher, konnte Weingast unter lautem Jubel den dritten Einzelsieg eintüten.
Ein 3:3 nach den Einzeln machten es notwendig zwei Doppel zu gewinnen. In Gruppenabstimmung und mit der Unterstützung des 1er MF und des Handgottesdoppelaufstellungsspezialisten (wenn auch nur bedingt da mit Hausarbeit zwischenzeitlich abgelenkt und nicht am Platz) wurde die Aufstellung durchgeführt. Der Zufall wollte es, dass alle Spieler ihre Einzelgegner auch in den Doppeln hatten, was sehr ausgeglichene Doppel erwarten ließ.
Kain/Moser – Neulengbach 1er Doppel 6:4 0:6 10:4
Das perfekt zusammengespielte 1er Doppel war voll motiviert einen Punkt für den angestrebten Sieg beizusteuern. Die Taktik war schnell festgelegt, ein paarmal hin- und her spielen, und dann am Netz in den Ball gehen und vollenden. Funktionierte im ersten Satz perfekt, und die Ober-Grafendorfer konnten im richtigen Moment das entscheidende Break machen. Der zweite Satz komplett anders, die Gegner machten mehr Druck und weniger Fehler, gepaart mit ein wenig mehr Eigenfehlern war der Satz schnell verloren. Im C-Tiebreak fingen sich die zwei Routiniers wieder, nach 2:4 Rückstand konnten 7 Punkte in Folge gemacht werden, beim Stand von 9:4 schalteten beide Ihre Erinnerung und Traumaerlebnisse (verlorenes Doppel nach 9:5 Führung) vom vorletzten Mal aus, und mit dem nächsten Punkt war das Doppel in trockenen Tüchern, ein gefälliges Spiel mit zwei gut harmonierenden Protagonisten.
Huber R./Pany – Neulengbach 2er Doppel 3:6 6:4 8:10
Huber/Pany trafen auf den bärenstarken 2er der Gäste, der auch sofort das Spiel an sich riss. Huber waren die Strapazen seines Einzels deutlich anzumerken, die Leichtigkeit und Dominanz in den Schlägen wollte sich nicht so richtig einstellen. Im zweiten Satz kamen dann die Ober-Grafendorfer viel besser ins Spiel, und wie in den anderen Doppeln, musste die Entscheidung im C-Tiebreak fallen. Bei 5:8 konnten sich die beiden noch einmal fangen, und spielten Punkt für Punkt bis zum 8:8, dann folgten ein aggressiver Angriffsball des starken Gegners, und ein knapp verschlagener Inside-out Ball, und so wurde das Doppel, trotz aufopfernden Kampfes, knapp verloren.
Huber G./Weingast – Neulengbach 3er Doppel 6:0 3:6 8:10
Das für den notwendigen Punkt aufgestellte 3er Doppel wurde Ihrer Favoritenrolle im ersten Satz perfekt gerecht. Wenige Eigenfehler und auf der anderen Seite Gegner, denen man die Chance zum Fehler gab, machten ein sicheres Gefühl bei allen Anwesenden. Dann aber stellte sich der Gegner wieder mal um, und wie schon im Einzel, fiel der Gegner auf die Genieseite und behielt auch im äußerst knappen C-Tiebreak die Nerven.
Leider eine knappe Niederlage gegen den unmittelbaren Gegner im Aufstiegskampf, aber alle haben groß gekämpft, und die Motivation war immer spürbar. Jetzt gilt es, den Fokus auf die nächsten drei Spiele zu legen und möglichst hohe Siege einzufahren, um vielleicht noch eine kleine Chance als bestplatzierten Zweiter auf den Aufstieg zu haben.







