ESV Ober-Grafendorf III – UTC Michelhausen I 5:4
Mit zwei royalen Ausfällen (beide Prinzen mussten verletzt bzw universitätsbegründet passen) war das Ziel gegen die ambitionierten Gäste aus Michelhausen von vornherein niedriger gesteckt – drei Matchgewinne und somit einen Punkt für die Tabelle zu holen erhoffte sich der ESV. Dass auch die Gegner zwei Ausfälle zu beklagen hatten, rückte das Ziel auch tatsächlich in Reichweite.
Zehndorfer – Müller P. 6:2 6:1
Die anhaltenden Regenfälle der Tage davor hatten das Spiel an den Rand einer Absage gebracht – auf tiefem Boden konnte nun doch gespielt werden, was sich in dieser Begegnung als Glücksfall erwies. Zehndorfer nutzte die schwierigen Bedingungen mit unzähligen Slicebällen und Stops, gefolgt von Netzangriffen, geschickt aus. Kaum einen Topspinball spielte er gegen den ihm technisch eigentlich überlegenen Gegner, dem dieses Spiel gar nicht behagte. Ab dem 2:2 im ersten Satz kippte das Spiel immer mehr in Richtung der Heimischen, während Müller kein Rezept fand um selbst wieder ins Spiel zu finden, dies aber mit Humor nahm. Satz 2 war schließlich im Eiltempo vorbei und der ESV ging rasch mit 1:0 in Führung!
Goiser – Magyar jun. 6:4 6:2
Goiser ließ in diesem Match von Beginn an erkennen, dass er nach letzter Woche etwas gutzumachen hatte. Dieselbe Begegnung hatte es im letzten Jahr bereits gegeben, als Goiser in drei Sätzen triumphieren konnte, doch dieses Mal war er fest gewillt es gar nicht zur Entscheidung kommen zu lassen. Magyars druckvolles Spiel brachte diesem zwar immer wieder schöne Winnerschläge ein, jedoch war auch die Fehlerquote entsprechend des Risikos erhöht und Goiser wehrte sich geschickt, stets bemüht den Gegner noch einen Schlag mehr spielen zu lassen. Nach dem Gewinn des ersten Satzes bekam der Linkshänder zusätzlichen Aufwind und spielte den zweiten Satz trocken nach Hause – eine tolle Vorstellung!
Vorstandlechner G. – Polt 2:6 4:6
Der Mannschaftsführer der 3er musste ungewohnt früh bereits auf 3 einlaufen und war krasser Außenseiter in dieser Begegnung. Polt war ebenfalls ein Spieler, der wusste den tiefen Platz geschickt einzusetzen, immer wieder zwang er Vorstandlechner dazu viel Risiko bei seinen Schlägen nehmen zu müssen. Der erste Satz wurde somit zu einer recht deutlichen Angelegenheit. Mit Fortdauer des Spiels wurde jedoch einerseits der Untergrund etwas leichter zu spielen, andererseits fand der ESV-Obmann eine bessere Mischung in seiner Schlagauswahl. In einer von unzähligen Breaks gezeichneten Partie war jedoch der Aufschlagverlust beim 4:5 letztlich der entscheidende. Michelhausen konnte folglich auf 2:1 verkürzen.
Vorstandlechner W. – Schneiber 3:6 1:6
Der bereits 70-jährige Haudegen sprang in Zeiten der Not wieder einmal in die Bresche – auch weil in dieser Woche keine Seniorenmatches stattfinden hatten können. Der beinahe 30 Jahre jüngere Michelhausener vermochte es allerdings geschickt die Bälle zu verteilen und die Punkte systematisch aufzubauen. Der Außenseiter wehrte sich zwar nach Leibeskräften und vermochte im ersten Satz immer mal kleine Nadelstiche zu setzen, aber dennoch ging der Satz an die Gäste. Damit war jedoch der Widerstand gebrochen, Vorstandlechner fand kein Rezept um noch eine Wende herbeiführen zu können, was den 2:2 Ausgleich zur Folge hatte.
Fuchs – Maier O. 6:2 6:4
Der zweite Ersatzmann Fuchs sah sich einem Spielertypen gegenüber, wie er ihn sich nur wünschen konnte: sehr druckvolles Spiel, aber mitunter nicht mit der größten Konstanz ausgestattet. Ohne selbst unnötige Fehler zu machen vermochte er es vor allem eindrucksvoll das sehr starke Service des Michelhauseners zu entschärfen! Immer wieder brachte er den Ball einmal zu oft noch mit guter Länge zurück und sackte den ersten Satz überraschend schnell ein. Bei 4:1 im zweiten schien die Partie endgültig gelaufen, doch der ITN-Favorit bäumte sich nochmals auf. Fuchs jedoch ging unbeirrt seinen Weg und brachte mit 2 wichtigen Gamegewinnen in Folge den Sieg doch noch klar nach Hause!
Stangl – Mayer 6:2 6:4
Auch Stangl, diesmal nur mit einem Racket vor Ort, hatte von letzter Woche noch etwas gut zu machen. Grundsolide spielte er seine technische Stärke aus, bewegte seinen Gegner ohne dabei zu übertreiben, und holte sich in deutlicher Manier den ersten Satz. Auch im zweiten Satz startete er gut, gab die kleinen Führungen, die er sich erarbeitete, aber doch immer wieder ab. Doch auch Stangl gelang am Ende mit zwei starken Games hintereinander den Sieg einzufahren – einziger Wertmutstropfen für den Youngster in dieser Situation war der polnische Abgang, den seine Eltern hingelegt hatten…
Mit dem sensationellen 4:2 nach den Einzeln war die Chance auf den Sieg nun groß – verstärkt mit dem doch nicht urlaubenden Jungspund Riegler-Almesberger sollte ein Doppelsieg die Überraschung endgültig fixieren!
Goiser/Riegler-Almesberger – Müller/Magyar 5:7 2:6
Das stark aufgestellte 1er Doppel des ESV sah sich zwei Gegnern gegenüber, die beide ihre Einzel recht deutlich verloren hatten. Das zeigte sich auch am Anfang des Matches, sofort stand es 3:0. Nach dem Rebreak und einem 3:2 zogen die Heimischen erneut auf 5:2 davon! Doch gerade als man dachte, dass das Selbstvertrauen nun endgültig nur einen Sieger zur Folge haben konnte, stellte sich das Match auf den Kopf. Magyar verringerte seine Fehlerquote, während Müller das Einzel nun endgültig abgeschüttelt zu haben schien. Mit 5 Games in Serie und einem Blitzstart im zweiten Satz stellten sie die Weichen auf den Sieg, den sie kurz danach auch recht sicher einfahren konnten.
Zehndorfer/Vorstandlechner G. – Polt/Maier 6:4 6:2
Vorstandlechner sah sich seinem Einzelgegner gegenüber – aber diesmal mit Zehndorfer an seiner Seite in einem Doppel. Mit exakt identem ITN waren die Zeichen auf Spannung gestellt. Bis zum 4:4 im ersten Satz verlief alles jeweils eindeutig zugunsten der Aufschläger, bis die Ober-Grafendorfer mit starkem Returnspiel endlich das Break verbuchen konnte. Ein von Krämpfen geplagter Vorstandlechner konnte zum Glück auch das Aufschlagspiel zum Satz durchbringen. Zehndorfer, vor allem über Kopf wieder eine Klasse für sich, sorgte für viel Unruhe am Netz, während Vorstandlechner seine Vorhand druckvoll einsetzte. Der zweite Satz wurde dann eine weitaus deutlichere Angelegenheit, und standesgemäß mit einem krachenden Smash sicherte Zehndorfer den fünften Punkt zum Heimsieg!
Vorstandlechner W./Stangl – Schneiber/Mayer 4:6 4:6
Laut ITN ein 50:50 Match, doch leider gerieten die Heimischen gleich zu Beginn in Rückstand. Sie konnten zwar immer wieder nachziehen, aber der Ausgleich wollte ihnen einfach nicht mehr gelingen, wodurch der erste Satz schließlich verloren gegeben werden musste. Mit guten Vorsätzen startete das ungleiche Duo – im Schnitt aber moderate 45 Jahre alt – in den zweiten Durchgang, doch wiederum kassierten die beiden rasche und letztlich vorentscheidende Break gleich zu Beginn. Der Wille und Kampf war den beiden nicht abzusprechen, aber die Wende konnten sie leider nicht mehr erzwingen – was durch den bereits sichergestellten Sieg etwas weniger schmerzte!
Nach diesem unglaublichen Start in die Saison mit zwei Siegen in zwei Matches geht es nach Pfingsten zum Auswärtsspiel beim absoluten Titelfavoriten in Judenau. Eine mit Sicherheit spannende Herausforderung!







