Im ersten Meisterschaftsspiel 2026 war das Ziel einen Sieg einzufahren, um gleich am Beginn der Meisterschaft einen kleinen Polster an Punkten zu haben. Die ESV-Mannen traten auswärts beim TC Totzenbach fast in Bestbesetzung an, aber manchmal kommt es ein wenig anders als geplant.
Totzenbach 1er – Heinrich Kain 6:1 4:6 6:2
Der Mannschaftsführer des ESV traf auf einen Spieler mit einer ITN von 5,2, auf dem Papier leichte Nachteile, aber Kain ist da immer für eine Überraschung gut. Der erste Satz lief aber komplett an Kain vorbei, der Gegner überraschte mit sehr druckvollem Spiel und harten Aufschlägen, aber auch immer wieder mit leichten Fehlern, aber Kain schaffte es, die Anzahl der Fehler des Gegners noch zu toppen. Erst im zweiten Satz kamen beide wesentlich besser ins Spiel, und es erfolgte ein harter Schlagabtausch, da beide Spieler die gleiche Spielanlage hatten. Im dritten Satz war aber der Gegner dann der konstantere, und so ging die Partie leider verloren.
Totzenbach 2er – Huber Rainer 6:3 2:6 6:4
Huber traf ebenfalls auf einen Gegner mit einer ITN von 5,2, und auch dieses Spiel verlief annähernd gleich wie die 1er Partie, wurde sogar mit nur einem Punkt Unterschied fast zeitgleich abgeschlossen. Im ersten Satz brauchte Huber einige Zeit um ins Spiel zu finden, der Gegner war ebenfalls mit einem sehr starken Service und einer druckvollen Vorhand ausgestattet, aber genau das liegt Huber eigentlich, was er auch im zweiten Satz eindrucksvoll bewies. Allerdings riss im dritten Satz die gute Leistung, und somit wurde dieser ebenfalls knapp verloren. Die Stimmung war im Anschluss nicht die beste, verständlich, da ein Sieg durchaus möglich war.
Totzenbach 3er – Martin Moser 6:4 1:6 6:2
Moser bekam es mit einem Spieler mit einer ITN von 6,1 zu tun, man merkte aber sehr schnell, dass dieser ein wenig zu hoch eingestuft war. Die gefinkelten Winkelschläge von Moser taten ihm nur selten weh, obwohl er einen gefühlten Halbmarathon während des Spiels zurücklegte. Der erste Satz ging knapp verloren, im zweiten war dann Moser einfach Moser und zermürbte seinen Gegner, mehr als die Hälfte des Halbmarathons legte dieser im zweiten Satz zurück. Leider fing im dritten Satz die berüchtigte Schlaghand von Moser an zu schmerzen und krampfen, in Folge schlichen sich die Fehler auf der Vorhandseite ein, und das Spiel wurde leider verloren.
Totzenbach 4er – Gabriel Huber 1:6 2:6
Der immer top motivierte junge Huber traf auf einen Gegner mit einer ITN von 7,8, laut Papier eine mehr als machbare Aufgabe, allerdings ist hier immer etwas Vorsicht geboten, aber Huber ließ einfach nichts anbrennen. Mit sicheren Schlägen, einer konstanten Rückhand und gutem Service erspielte er sich Game um Game, und ließ nie Zweifel am ersten Punkt für die Gäste aus Ober-Grafendorf aufkommen. Es ist immer schwer gegen scheinbar schwächer eingestufte Gegner zu spielen, und der junge Huber spielt am liebsten und besten gegen stärkere Spieler, aber hier gab es keine Zweifel an der Überlegenheit von ihm.
Totzenbach 5er – Matthias Weingast 6:2 2:6 6:4
Die wohl spannendste Partie des Tages wurde von Weingast gegen einen Gegner mit einer ITN von 8 geliefert. Laut Papier eine klare Sache, aber wenn der Gegner mit 5,5 eingestuft wäre, hätte man es auch geglaubt. Weingast spielte sein Top Tennis mit krachenden Vorhandschlägen, aber jeder noch so scheinbar unerreichbare Ball wurde vom Gegner retourniert, der auch seinerseits mit seiner starken Vorhand einige Punkte machte. In den ersten beiden Sätzen war einmal der, dann der andere erfolgreich, im dritten Satz war Weingast schon 1:3 zurück, erkämpfte sich aber das 5:4, und servierte dann eiskalt und mit Mut aus. Den Unterschied in den letzten beiden Games war der Mut zu den Winnerschlägen von Weingast, der Gegner hatte hier einfach weniger Selbstvertrauen in seinen Schlägen. Ein hochverdienter und hart erkämpfter Sieg, der dem ESV den zweiten Punkt brachte.
Totzenbach 6er – Riegler-Almesberger Paul 3:6 2:6
Unser jüngster Spieler in der 2er-Mannschaft traf auf einen nur ein Jahr älteren Gegner mit einer ITN von 8,7. Auch dieser Gegner spielte wesentlich besseres Tennis als es sein ITN vermuten ließ. Aber der Youngster ließ sich durch die extremen Topspin Bälle des Gegners nicht aus der Ruhe bringen, gekonntes „ans Netz holen des Gegners“ mit anschließendem, perfektem Lob, ließen den Totzenbacher den zweiten Halbmarathon des Tages laufen. Zu keinem Zeitpunkt bestanden Zweifel am dritten Punkt für den ESV, eine schlau gespielte und cool beendete Partie des jungen Spielers, der sich als wichtige Stütze und Punktegarant in der 2er Mannschaft etabliert hat.
Ein 3:3 nach den Einzeln verlangte nach 2 gewonnen Doppel, um die angepeilten 3 Punkte zu holen. Nach interner Absprache entschied man sich für Paarungen mit jeweils einem Vorhand- und Rückhandspieler, von der Aufstellung eigentlich eine gute Wahl…
Totzenbach 1er Doppel – Kain/Moser 6:7 7:5 13:11
Die beiden Ober-Grafendorfer trafen auf den 2er und 3er der Heimmannschaft, eine erwartete schwere Partie, die zu einer ganz bitteren für die beiden erfahrenen Spieler werden sollte. Schon im ersten Satz eine äußerst knappe Entscheidung im Tiebreak, der zweite Satz ging ebenso knapp mit ein paar Punkten in den entscheidenden Games verloren. Es wurde nicht mitgezählt, aber sicher die Hälfte der Games gingen über No-Add. Das Champions-Tiebreak war dann bis zum 9:5 für den ESV eine schön erspielte Führung, perfekte Angriffsbälle von Moser an die Grundlinie, die dann entweder von Kain oder Moser selbst am Netz abgeschlossen wurden. Bei 5:9 servierte der Gegner das erste Service ins Out, um dann beim zweiten aus lauter Frust einfach draufzuhauen, und ein Ass an die Linie zu servieren… Danach folgten noch 2 schöne Punkte der Gegner und zwei Fehler der Gäste, und plötzlich war der Vorsprung weg. Die Ober-Grafendorfer wehrten noch 2 Matchbälle ab und hatten selbst einen, mit einem Kunstlob der Gegner wurde das Doppel dann leider verloren, eine bittere Niederlage, die sich noch im Ausgang der ganzen Partie auswirken sollte.
Totzenbach 2er Doppel – Huber/Huber 2:6 6:2 10:3
Huber/Huber trafen auf die 1er und 5er der Gegner, die schon im Einzel eine ausgezeichnete Leistung zeigten, vor allem der 5er der Gegner. Trotzdem ließ das eingespielte Vater/Sohn Gespann im ersten Satz gar nichts anbrennen, und man rechnete eigentlich mit dem anvisierten Punkt, doch dann schlichen sich plötzlich Fehler in das Spiel der beiden ein, gepaart mit einem stärker werdenden 1er der Gegner folgte dann Satzverlust 2, im C-Tiebreak war dann irgendwie die Luft draußen, die Reaktionen nach dem Spiel dementsprechend enttäuscht, aber Kopf hoch, beim nächsten Spiel schauts wieder anders aus.
Totzenbach 3er Doppel – Weingast/Riegler-Almesberger 2:6 1:6
Das von Haus aus auf Sieg programmierte 3er Doppel traf auf den 4er und 6er der Gegner, souverän und ohne Kompromisse gewannen die zwei Ober-Grafendorfer Punkt um Punkt. Eine klare Vorstellung der Gäste, die noch viel mehr Spaß gemacht hätte, wenn es nach den ersten zwei Doppeln 4:4 gestanden wäre (da nur auf zwei Plätzen gespielt wurde, hätte dieses Doppel „Erstes Meisterschaftsspiel Legendenstatus“ erhalten)
Mit einem Gesamtscore von 4:5 wurde die erste Partie leider knapp verloren, aber trotzdem ein Punkt für den Klassenerhalt gesammelt. Großes Lob auch an die Gegner für die fairen Spiele und die Bewirtung. Einziges Manko sind nur zwei Sandplätze, nicht einmal die eigenen Spieler wollen am dritten Kunstbelagplatz spielen. Nächsten Sonntag geht es weiter gegen den, zumindest von der Nennliste, stärksten Gegner. Auf geht’s zum weiter Punkte sammeln!







